100 Jahre Pape & Böhm

100 Jahre - in dieser schnelllebigen Zeit mag solch eine Spanne nicht allzu gewichtig erscheinen. Vor dem Hintergrund einer rapiden technischen Entwicklung allerdings ist das 100-jährige Firmenjubiläum für ein mittelständisches Unternehmen Anlass genug, mit Stolz auf das Leben und Wirken von vier Generationen zurückzublicken.

Erst um die Jahrhundertwende entwickelte sich die Stromversorgung. Viel bestaunt fuhr am 13. Juli 1901 die erste elektrische Straßenbahn in Münster durch einige wenige Strassen der Stadt - mit heute belächelten 15 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit.

Wilhelm Böhm Ludwig Pape

Wenige Monate zuvor hatte Ludwig Pape, der Urgroßvater des heutigen Unternehmens-Chefs, seine Stellung als Obermonteur bei der Firma Siemens & Halske verlassen, um das Technikum in Bingen zu besuchen.

Sein Zeugnis bescheinigte ihm eine "stets außerordentlich zufriedene" Beurteilung. Der am 30. Mai 1877 in Coesfeld Geborene absolvierte anschließend auch das Technikum mit Erfolg. Im März des folgenden Jahres verließ er es mit der Gesamtnote "gut".

Unternehmerischer Mut und das Wissen um das eigene fachliche Können ließen ihn und den 1872 in Münster geborenen Elektrotechniker Wilhelm Böhm im Frühjahr 1904 zu Firmengründern werden.

Auf der Gallitzienstr. 22 schufen sie ein Unternehmen für elektrische Anlagen, und auf der Schillerstraße 35 errichtete Wilhelm Böhm ein Labor für medizinische Geräte, das bereits die ersten Röntgenapparate an das St. Franziskus-Hospital und das Clemenshospital lieferte.


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